Über uns Historie

Am 1. April 1925 übernahm Anton Evels, geboren am 17. Juli 1897, zusammen mit Bernhard Kruip die ehemalige Wagenfabrik Anton Kruip, welche im Jahre 1872 in Münster auf der Georgskommende gegründet wurde.
Die Firma beschäftigte sich damals mit der Herstellung von Kutschen und Geschäftswagen. Diese und weitere Fahrzeugkarossen wurden in den folgenden Jahren 

bis 1930 als Einzelanfertigungen hergestellt. Alle Fahrzeuge wurden komplett mit der jeweils dazugehörigen Innenausstattung angefertigt. Zu den Beschäftigten zählten Stellmacher, Kastenmacher, Schmiede, Polsterer und Lackierer.
Ab 1930 wurden immer zunehmender Karosseriearbeiten durchgeführt.


Im Jahre 1935 trennte sich Anton Evels von seinem Kompagnon Kruip. Im gleichen Jahr wurde der Betrieb zur Vertragswerkstatt für DKW-Fahrzeuge. Es wurden immer mehr spezielle Karosserien angefertigt.
1939 verpflichtete die Deutsche Wehrmacht den Betrieb, für den Kriegszweck über-wiegend Bollerwagen für die Küstenwacht und Wehrmachtfahrzeuge mit Pritschen und Plangestellen herzustellen.
Durch einen Luftangriff wurde der Betrieb am 10. Oktober 1943 zum ersten Mal total zerstört.

Nach dem Wiederaufbau erfolgte am 5. Oktober 1944 die zweite Zerstörung und nur wenige Tage später, am 28. Oktober, wurde das gesamte Gelände dem Erdboden gleich gemacht. Im November 1944 transportierte man die geretteten Werkzeuge und Maschinen nach Sassenberg, wo der Betrieb in einer ehemaligen Schreinerei und Sägewerk zur Weiterarbeit untergebracht wurde.
Nach Ende des Krieges fand der Betrieb dann in Münster in gemieteten Räumen der ehemaligen Hindenburgkaserne an der Weißenburgstraße Unterkunft.


Nach der Währungsreform 1948 ging es mit dem Karosseriebau aufwärts. Die bis dahin im Fahrzeugbau angefertigten Holzgerippe wurden ab 1949 zunehmend durch Stahlgerippe ersetzt, bevor sich einige Jahre später der Werkstoff Aluminium durchsetzte. Ab 1953 wurden die Aufbauten aus Gewichts- und Karosseriegründen nur noch in Aluminium angefertigt.
Ende der 50er Jahre präsentierte Anton Evels auf der IAA in Frankfurt das weltweit erste Liegesitzsystem für PKW. Heute ist eine Liege bzw. einstellbare Rückenlehne im PKW serienmäßig.

1958 entwickelte Wilhelm Evels sen., Sohn von Anton Evels eine hydraulische Absenkung für Verkaufsfahrzeuge, die er sich patentieren ließ.
1962 erwarb er von der Stadt Münster ein Grundstück am Daimlerweg. Im Dezember 1963 erfolgte dann der Ortswechsel von der Weißenburgstraße zum Daimlerweg, wo in einer rund 800 m² großen Halle rationeller gearbeitet werden konnte. Als Produktionsschwerpunkt fertigte man immer mehr LKW-Aufbauten sowie Spezialaufbauten an.

 

Des weiteren wurden verstärkter Aus- und Innenausbau für Transporter, Verkaufsanhänger und Verkaufsmobile hergestellt. Im Jahre 1964 baute die Firma EVELS die ersten Kunststoffkarosserien sowie Kühlfahrzeuge für den Blutspendedienst.
Ein neuer Werkstoff, GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff), hielt 1967 in den Karosserie- und Fahrzeugbau Einzug. Die Firma EVELS entwickelte in dieser Zeit die auch heute bekannten EVELS-GFK-Hochdächer, die für die damaligen Transporter wie Hanomag Henschel hergestellt wurden.

Bereits 1950 fertigte die Firma EVELS das erste Hochdach auf einen Borgward. Später wurden dann Dächer für Mercedes-Benz und Ford weiterentwickelt. Die ersten Dächer auf den Hanomag Fahrzeugen setzte man im kommunalen Bereich, z. B. bei Rettungswagen ein, da diese damaligen neuen Richtlinien entsprechen mussten. Außerdem kam mit den Rückwandtürerhöhungen eine neue, auch heute noch aktuelle Serienherstellung hinzu, welche die Hecktüren damals auf eine Höhe von ca. 2000 mm erhöhten.


Die EVELS-Qualität aus Münster wurde schnell auch außerhalb von Europa bekannt. Die amerikanische Paketdienstfirma UPS stieg 1976 in den deutschen Markt ein. Die Firma EVELS erhielt den Auftrag, 100 in der Hausfarbe braun eingefärbte Hochdächer, einschließlich des Innenausbaus, zu liefern. Dieser Auftrag ergab eine gute Produktionsauslastung. Der Serienauftrag wurde durch eine gute Organisation termingerecht, sogar früher als vereinbart, fertiggestellt. UPS konnte pünktlich ihr Engagement in Deutschland mit den EVELS-Hochdächern starten.

Auch heute, mit über 30 Jahren Erfahrung, werden die Hochdächer entsprechend den aktuellen Ansprüchen hergestellt und vertrieben.
Des weiteren war die Firma EVELS 1976 einer der ersten Hersteller, die Dachschlafkabinen für LKW-Fahrerhäuser fertigte. Eine Serienproduktion wurde 1988 in den Ostblock geliefert.
Aus Platzgründen wurde 1980 das in der Werkhalle bestehende Büro in einen Ausbau verlegt. Nun war für den Nutzfahrzeugbau mehr Platz und die Produktion richtete sich immer mehr auf den Neubau von Pritschen- und Kofferaufbauten aus.


1989 fasste man den Entschluss, dass ein noch größeres Grundstück mit entsprechender Werkhalle notwendig war, um sich am Markt behaupten zu können. Im Sommer 1990 fand der Umzug zum jetzigen Standort an der Harkortstraße in Münster statt. Der Einzug auf dem rund 7500 m² großen Grundstück mit der 2800 m² großen Werkhalle und 600 m² Bürofläche fand genau zur richtigen Zeit statt, da nach dem Mauerfall die Auftragslage boomte. Besonders gefragt waren Verkaufsfahrzeuge/ mobile für den Straßenverkauf.

Nach dem Boom in Deutschland, mussten neue Vertriebsgebiete erschlossen werden. Durch die plötzliche Privatisierung der staatlichen Firmen in Kroatien und Mazedonien fanden sich neue Herausforderungen. Es bestand Bedarf an Verteilerfahrzeugen für Großbäckereien in großer Stückzahl. Diese Fahrzeuge mussten, ähnlich wie auch anfangs in Ostdeutschland, besonderen Belastungskriterien genügen.
Anfang 1990 übergab Wilhelm Evels sen. die Firmenleitung an seine Söhne Wilhelm und Claus. 1993 gründeten diese die EVELS GmbH.

Um der Marktentwicklung standzuhalten oder ihr auch voraus zu sein, wurde Anfang 1995 ein Handbuch für die ISO EN 9001 erstellt, nach dem qualitätsbewusst gearbeitet wird. Um ein weiteres Standbein aufzubauen, übernahm die Firma EVELS GmbH 1996 den Vertrieb für einen Ladekranhersteller. Bei der Handwerkskammer Münster (HWK) ist der Betrieb schon lange als umweltbewusste Firma bekannt. Im Juni 1996 wurde sie von der HWK angesprochen, ob sie nicht Musterbetrieb für Umweltschutz werden wolle.

Das Augenmerk lag in der Vermeidung, Sortierung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen, sowie der Lärm- und Staubmessung. Am 16. Juni 1997 wurde die Firma EVELS GmbH von der Handwerkskammer Münster und der Bundesstiftung Umwelt zum „Musterbetrieb für Umweltschutz“ ernannt. Das System wird heute Softwareunterstützt weitergeführt.

Seit vielen Jahren stellt die Firma EVELS auf der IAA Nutzfahrzeuge aus. Auf der „IAA Nutzfahrzeuge 1996“ konnte die Firma EVELS GmbH als bundesweit erstes Unternehmen die serienfertige Herstellung von Kofferaufbauten mit PKW-Zulassung für die 3,5 t Fahrzeugklasse präsentieren, was nun im Rückblick gesehen auch ein voller Erfolg war.
Weitere Erfolge ließen nicht lange auf sich warten.

1998 landete die Firma EVELS GmbH mit ihrem „Blumen-Express“ einen Verkaufsschlager. Im selben Jahr gründete Claus Evels mit Unterstützung seines Bruders Wilhelm im Auftrag der ZKF einen Arbeitskreis. Sein Ziel: zunächst bundesweiter und später europaweiter Service für seine Kunden. Das ausgearbeitete System namens „EUROGARANT Nutzfahrzeug-Service“ wurde erstmals am 8. Mai 2000 in der Firma EVELS als Generalprobe durchgeführt. Nach kleinen Detailverbesserungen ist das System nun marktreif und wird bundesweit eingeführt.



Evels
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